Kirche

in San Clemente Palace Kempinski
Kirche

San Clemente Church

Allein die Kirche von San Clemente ist einen Ausflug wert – sie gilt nicht nur als eine der sehenswertesten Kapellen Venedigs, vielmehr ist sie auch Symbol für die lange Historie der Lagunenstadt und der Insel San Clemente.

Erstmals 1131 besiedelt, verfügte San Clemente zunächst über ein Hospiz und eine kleine Kirche. Diese wurde in ihrer ursprünglichen Form im romanischen Stil errichtet und bestand aus einem einzelnen, kreuzförmigen Kirchenschiff.

Finanziert wurde der Bau seinerzeit von Pietro Gattilesso, „dem Räuber“, der damit für seine Sünden sühnen wollte. Der Name der Insel geht hingegen auf Papst Clemens I. zurück, der der Legende zufolge als Märtyrer starb und als Patron der Seeleute gilt. So kamen zunächst Soldaten und Pilger nach San Clemente, die die Reise ins Heilige Land antraten. Bis 1432 lebten und arbeiteten Augustinermönche auf der Insel, bevor die Kirche in den Ausbau von San Clemente investierte.

Die Kapelle und das Kloster wurden erweitert – und damit entstand im späten 15. Jahrhundert auch ein größerer Bau um das ursprüngliche, bis heute erhaltene Kirchenschiff herum. Diese „Kirche in der Kirche“ macht bis heute die Besonderheit des Bauwerks aus.

Auch die venezianische Gesellschaft leistete finanzielle Unterstützung; so ermöglichten die Morosini, eine der einflussreichen Familien dieser Zeit, 1452 die Restauration der Kirchenfassade. Sie betrauten Andrea Cominelli mit dieser Aufgabe, der seinerseits die Familie mit ihrem Wappen und in Büsten über dem Eingangsportal verewigte. Zudem stattete er die Kirche mit Statuen von St. Benedikt und St. Romuald aus.

Ab 1522 war San Clemente dem Wohlergehen von Leib und Seele gewidmet und diente als Herberge für sowohl noble Gäste der Venezianischen Republik als auch für wohlhabende Venezianer. Schon damals zeichnete sich die Insel durch Ruhe und Weitläufigkeit vor den Toren und in direkter Nähe zu Venedig aus.

Zwischen 1642 und 1810 war San Clemente in den Händen der Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder, die sich dem Wiederaufbau von Kirche und Kloster widmeten und ihrerseits großzügig von den wohlhabenden Venezianern unterstützt wurden.

Es folgte die Abschaffung religiöser Orden durch Napoleon und die Insel wurde zeitweise für militärische Zwecke genutzt.

Ab 1844 befand sich ein Hospital auf San Clemente, das mehrfach erweitert wurde. Die meisten Gebäude, die heute das San Clemente Palace Kempinski beherbergen, stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Seit 2003 wird die Insel für den Hotelbetrieb genutzt – die historischen Elemente sind allerdings nach wie vor überall auf der Insel zu finden. Zu den restaurierten Schätzen, die heute noch in der Kapelle bewundert werden können, zählen zahlreiche Malereien und Fresken unterschiedlicher italienscher Künstler wie Giovanni Segala, Pietro Ricci, Francesco Ruschi und weiteren bekannten Vertretern der venezianischen Schule.

In den vergangenen Jahren wurden die Gebäude auf San Clemente und insbesondere die Kirche einer umfassenden Renovierung unterzogen, unter besonderer Rücksichtnahme auf die historische Substanz.

Einige Gemälde und Skulpturen von San Clemente sind im Museo Diocesano di Venezia ausgestellt.

Kempinski
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