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Die Geschichte

Tradition trifft Moderne - Die Geschichte des Kempinski Grand Hotel des Bains in St. Moritz

Die Lage des heutigen Kempinski Grand Hotel des Bains ist einmalig. Direkt an der Mineralquelle Sankt Mauritius – dem Ursprung von St. Moritz (urkundlich schon 1136 erwähnt) – gelegen, blickt das Hotel auf eine lange historische Tradition zurück.

23.12.2010
 

Die Ursprünge des ehemaligen Parkhotels Kurhaus gehen bis in die Jahre 1862-66 zurück.

 

Eröffnet würde das Haus 1864 zum ersten Mal. Das ursprüngliche Gebäude bestand aus zwei Stockwerken und noch ohne die beiden Ecktürme. Im gleichen Jahr, im Herbst 1864, ging Johannes Badrutt mit den letzten britischen Sommergästen die sogenannte „Winterwetter“ ein. Sie sollten doch einmal im Winter kommen. Falls es ihnen nicht gefalle, zahle er ihre Reisekosten ab London und zurück. Falls St. Moritz ihnen im Winter aber zusage, lade er sie als seine Gäste ein, so lange zu bleiben, wie sie wollten. Den Engländern gefiel diese Wette, bei der sie so oder so gewinnen würden. Sie akzeptierten, kamen an Weihnachten und blieben bis Ostern. Sie waren die ersten Wintertouristen der Alpen, und sie entdeckten eine neue Welt - die "weissen Winterferien". So wurde St. Moritz zur Wiege des Wintertourismus. Dies erklärt auch den bis heute spürbaren britischen Einfluss, wie zum Beispiel die Cresta-Bahn, die ausschliesslich Männern vorbehalten ist.


Erste Umbauten wurden 1887 an dem Parkhotel vorgenommen, um dem Gebäude einen schlichten nordmediterranen Palaststil zu verleihen.

1905 wurden die markanten Eck¬türme ergänzt, in denen sich heute die beiden Tower Suiten im Enagdiner Stil befinden. Während die Ecktürme im Neobarock gehalten sind, weisen die Eckerker dagegen neugotische Züge auf.

 

Von 1914 bis 1958 wurde das Parkhotel geschlossen und nur in den Jahren 1928 und 1948 kurzfristig für die Olympischen Winterspiele geöffnet. Geheizt wurde das Haus in diesen Jahren mit einer modernen Dampfheizung.

 

Der Eröffnung zu den Olympischen Winterspielen 1928 gingen ein Jahr zuvor folgende Anbauten voraus, wie etwa das Cà d’Oro, Teile der Halle und des Eingangsbereiches. Sie sind sowohl im Biedermeier¬stil als auch im Stil des Historismus gestaltet.

 

1958 wurde das Haus nach zahlreichen Umbauten, mit Flachdecken, moderneren Möbeln und mit neuer Heizung wieder eröffnet. 1983 wurden die Bäder des Hotels renoviert und ein zusätzlicher Flügel erworben.

 

Das Hotel was von 1914 bins 1982 im Besitz der Graubündener Kantonalbank. Nach einer Volksabstimmung ging das Haus 1982 an die Gemeinde und einem weiteren Volksentschluss wurde das Hotel reprivatisiert und von der St. Moritz Bäder AG  und der Gemeinde St. Moritz übernommen. Seit 2001 zeichnet die Kempinski-Gruppe für den Erfolg das Grand Hotel des Bains verantwortlich.

 

Das Interieur Die umfangreichen Umbauten, die dem Kempinski Grand Hotel des Bains sein heutiges Aussehen geben, begannen im Oktober 2001. Durchgeführt wurden sie von dem Wiener Architekturbüro Franz Schnabel. 14 Monate Arbeit investierten die Betreiber in die umfassende Renovierung und Modernisierung von Fassade und Interieur. Mit Hilfe alter Stiche und Fotos wurde das Gebäude innen und aussen verantwortungsbewusst restauriert.

 

Eingangshalle und Lobby Während die Decke der Einganshalle noch im Original vorhanden ist, wurden die Seitenelemente detailgetreu aufgearbeitet. Auf schwere Stoffe, abgeteilte Räume und dunkle Farben wurde weitestgehend verzichtet, um den Lichtdurchfluteten Raum besser zur Geltung kommen zu lassen. Ein besonderes Augenmerk verdienen die wertvollen Original-Leuchten aus Albaster im heutigen Barbereich.

 

Die jahrzehntelang geschlossene Library ist fast vollständig im Original erhalten. Die Decke erscheint aus Holz, ist aber eine besonders gut erhaltene Biermalerei - eine für die Zeit übliche Schablonenmalerei. Die Malerei wurde von dem Maler Donazzi aus Celerina durchgeführt.

 

Besonders schöne Wandmalereien kamen im Verlauf der Restaurierungsmaßnahmen in der Enoteca und im Gourmet Restaurant Cà d’Oro zum Vorschein – auf den Ausruf eines Maler: „Kommt ihr schauen, oder sollen wir drüber malen?“ wurde prompt reagiert und die Deckengemälde konnten aufwändig freigelegt werden. Die Enoteca befindet sich im ehemaligen Medaillonsaal (auch Damensaal genannt). Ein prunkvoller Kachelofen aus Porzellan aus dem vergangenen Jahrhundert sorgt für entsprechende Behaglichkeit.

 

Vom blauen Zimmer oder auch Musikzimmer, der heutige Durchgangs- und Eingangsbereich zum St. Moritzer Casino, erinnern Teilelemente an die alte Pracht.  Der anschliessende Festsaal beherbergt das heutige Casino.

Moderne Akzente setzt der Neubau, der den Spabereich, Konferenzräume sowie Suiten beherbergt. Das Interieur ist eine Melange aus Antiquitäten, die teilweise aus der Gründungszeit des Kurhauses stammen, und modernen Elementen, die eine lebendige Leichtigkeit in das Haus bringen.

 

Auch die Lüster in den Restaurants Les Saisons und Cà d’Oro  sind nach alten Mustern entworfen worden und zum Teil von Swarowski bereits in den 80iger Jahren nachgebaut worden. Vergoldete Stuckrosetten und goldgestrichene Decken- und Wandleuchter auf der einen Seite, aber auch zeit¬genössische Bilder und avantgardistische Sitzgelegenheiten runden den Eindruck in der imposanten Eingangshalle dieses prachtvollen Grand Hotels ab.

 

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