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Geschichte

Über 100 Jahre Erfolgsgeschichte

Mit einer Historie von mehr als 110 Jahren ist Kempinski Hotels die älteste Luxushotelgruppe Europas. Die Geschichte des Traditionsunternehmens mit Sitz in Genf nahm 1897 mit der Gründung der „Hotelbetriebs-Aktiengesellschaft“ in Berlin ihren Anfang. Zu dieser Zeit entstanden in der größten deutschen Metropole bereits die ersten komfortablen Hotels, von denen einige der „Hotelbetriebs-Aktiengesellschaft“ gehörten. Parallel dazu entwickelte sich die von Berthold Kempinski gegründete M. Kempinski & Co, die 1953 von der Hotelbetriebs-Aktiengesellschaft erworben wurde.

 

Berthold Kempinski wurde am 10. Oktober 1843 in Posen (damals eine preußische Provinz, heute Polen) geboren. Bereits ab 1862 war die Familie Kempinski erfolgreich im Weinhandel tätig. 1872 weitete sie ihr Unternehmen auf Berlin aus, wo Berthold Kempinski unter seinem Namen in der Friedrichstraße eine Weinhandlung eröffnete. Diese erwies sich als zukunftsträchtig und wurde so zum Stammhaus des Unternehmens, das den Namen Kempinski schließlich weltbekannt machte. Das Geschäft in Berlin konnte sehr schnell um ein Restaurant mit mehreren Sälen ausgebaut werden. Der ambitionierte Unternehmer Kempinski verfolgte seine Expansionspläne auch danach zielstrebig weiter und eröffnete 1889 ein Restaurant in der Leipziger Straße, das als das größte in ganz Berlin galt.

 

Da Berthold Kempinski und seine Frau Helena keinen männlichen Nachkommen hatten, nahmen sie ihren Schwiegersohn Richard Unger in den Betrieb auf. Unger, der maßgeblich am Erfolg und der Entwicklung des Unternehmens beteiligt war, übernahm sehr bald die Geschäfte. Unter der Bedingung, den Namen Kempinski beizubehalten, übergab Berthold Kempinski seinem Schwiegersohn die Firma schließlich. Am 14. März 1910 starb Berthold Kempinski.

 

Neben seinen Geschäftsaktivitäten in der Gastronomie baute Richard Unger bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs ein gewaltiges Immobilienunternehmen auf. Nach einer kurzen Stagnation während des Krieges verkaufte er sogar Produkte aus eigener Herstellung unter dem Markennamen Kempinski. Das Geschäft in Berlin florierte, so dass 1918 eine prächtige Kempinski Dependance am Kurfürstendamm 27, wo heute das Kempinski Hotel Bristol steht, gegründet wurde. Zehn Jahre darauf übernahm M. Kempinski & Co. das legendäre „Haus Vaterland“ am Potsdamer Platz und setzte dort ein bislang in Berlin einmaliges Konzept um, das noch heute als „Erlebnisgastronomie“ bezeichnet wird.

 

Doch nach dem Erfolg kam die Ernüchterung. Um den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs zu entkommen, wanderte Richard Unger mit seiner Familie nach Amerika aus und das Unternehmen M. Kempinski & Co wurde Teil der Aschinger AG.

 

Kurz vor Kriegsende zerstörte ein Feuer das Restaurant am Kurfürstendamm 27 und die übrigen Immobilien hielten der Bombardierung nicht Stand. Trotzdem konnte der Name Kempinski überleben. Nach Kriegsende kehrte Richard Ungers Sohn und Berthold Kempinskis Enkel, Dr. Friedrich Unger, nach Deutschland zurück. An dem Ort, wo sich das zerstörte Restaurant am Kurfürstendamm 27 befand, begann er 1951 mit der Errichtung eines Hotels, das ein Jahr später unter dem Namen Hotel Kempinski eröffnete. Das moderne und fortschrittliche Fünf-Sterne-Haus blieb 20 Jahre lang unangefochten das einzige Luxushotel Berlins.

 

Im Jahr 1953 verkaufte Dr. Friedrich Unger seine Anteile und den Namen Kempinski an die Hotelbetriebs-Aktiengesellschaft, die bereits Hotels wie das Baltic, das Bristol und den Kaiserhof betrieb. Der Name Bristol wurde übernommen und schmückt noch heute das Kempinski Hotel am Kurfürstendamm 27. In den folgenden Jahren übernahm die Hotelgesellschaft das Management zahlreicher renommierter Häuser. 1957 erwarb sie das luxuriöse Hotel Atlantic in Hamburg. Das elegante Haus, bekannt als "Weißes Schloss", wurde 1909 eröffnet und galt schon damals als Hamburger Institution.

 

Die Hauptversammlung der Hotelbetriebs-Aktiengesellschaft beschloss 1970 die Namensänderung ihres Unternehmens in Kempinski Hotelbetriebs- Aktiengesellschaft. Im selben Jahr etablierte sich darüber hinaus mit einer 50prozentigen Beteiligung am Hotel Vier Jahreszeiten in München eine langjährige Partnerschaft mit Lufthansa, die ebenfalls Gesellschafter dieses Hotels war. 1977 erhielt die Hotelgesellschaft ihren heutigen Namen Kempinski Aktiengesellschaft (AG). Zur gleichen Zeit wurde das Kempinski Hotel Gravenbruch in Frankfurt als viertes deutsches Hotel in das Portfolio der Gruppe aufgenommen.

 

1985 erwarb Lufthansa Anteile an der Kempinski AG und ermöglichte der Hotelgesellschaft damit, auch im Ausland Kempinski Hotels zu betrieben. Ein Jahr später gründeten die Kempinski AG, Lufthansa und die Finanzgesellschaft Rolaco S.A. die Kempinski Hotels S.A. mit Sitz in Genf. 1993 erwarb die Kempinski AG dann sämtliche Anteile der Kempinski S.A.

 

Seit 2004 ist die Kempinski AG mehrheitlich im Besitz des thailändischen Crown Property Bureau. Dabei handelt es sich um eine thailändische Regierungsbehörde, die für die Vermögensverwaltung des thailändischen Königshauses verantwortlich ist und zugleich Beteiligungen an zahlreichen einheimischen und ausländischen Unternehmen hält. Die neuen Eigentümer ermöglichen der Kempinski AG, ihr Portfolio durch eine globale Expansionsstrategie weiter auszubauen und neue Märkte zu entwickeln.

 

Mit Ausnahme des Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München, das sich im Besitz der Gruppe befindet, sowie zwei Häusern mit Leasing-Verträgen (das Hotel Adlon Kempinski in Berlin und das Kempinski Grand Hotel des Bains in St. Moritz) liegt das Hauptaugenmerk von Kempinski Hotels heute auf dem Management von Luxushotels. Ziel des Unternehmens war und ist es, die Marke Kempinski zu einem Synonym für individuellen Luxus zu machen. Dies erreicht Kempinski durch ein Portfolio aus weltweit unverwechselbaren, historisch einzigartigen und modernen Häusern, die entweder Marktführer in ihrer Destination oder Wahrzeichen ihres jeweiligen Standortes sind. Dabei ist Kempinski Hotels permanent darauf bedacht, ein geographisch ausgeglichenes Portfolio - bestehend aus Stadt- und Freizeitdestinationen - mit einzigartigem Service auf individuellem Niveau zu erhalten.

 

Heute betreibt Kempinski Hotels insgesamt 73 Fünf-Sterne-Hotels in 31 Ländern. Dieses Angebot wird kontinuierlich durch neue Hotels in Europa, dem Nahen Osten, in Afrika und Asien erweitert, ohne jedoch den Anspruch auf Exklusivität und Individualität aus den Augen zu verlieren. Darin zeigt sich die Expansionsstärke des Unternehmens. Zum Portfolio zählen historische Grandhotels, ausgezeichnete Stadthotels, herausragende Resorts und edle Residenzen sowie berühmte Namen wie das Hotel Adlon Kempinski in Berlin, das Emirates Palace in Abu Dhabi, das Hotel Taschenbergpalais Kempinski in Dresden oder das Çirağan Palace Kempinski in Istanbul. Daneben ist Kempinski Gründungsmitglied des weltweit tätigen Hotelnetzwerkes Global Hotel Alliance (GHA).